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fresh bits by tma

Archive for December, 2006


Dalai Lama: Gedanken zum neuen Jahr

Gedanken zum neuen Jahr

  • Berücksichtige, dass grosse Liebe und grosse Leistungen/Ziele mit hohem Risiko verbunden sind.
  • Wenn du einmal verlierst, vergiss nicht die Lektion, die du lernen durftest.
  • Folge den drei R’s: Respekt für dich selbst, Respekt für andere, Respekt für all deine Handlungen
  • Vergiss nie, dass, wenn du einmal etwas nicht bekommst oder erreichst, es manchmal ein glücklicher Zufall sein kann.
  • Lasse nie eine kleine Auseinandersetzung eine grosse Freundschaft verletzen.
  • Wenn du bemerkst, dass du einen Fehler gemacht hast, unternimm sofort etwas, diesen Fehler zu korrigieren.
  • Verbringe einige Zeit am Tag alleine.
  • Sei offen für Veränderungen, aber verliere nicht deine inneren Werte.
  • Vergiss nie, dass Schweigen manchmal die beste Antwort ist.
  • Lebe ein gutes, ehrenhaftes Leben und dann wenn du älter wirst und zurückdenkst, wirst du es ein zweites Mal geniessen dürfen.
  • Eine liebenswerte Atmosphäre zu Hause ist die Basis für dein Leben
  • Behandle Unstimmigkeiten mit dir Nahestehenden immer nur mit der aktuellen Situation und bringe nicht die Vergangenheit auf den Tisch.
  • Teile dein Wissen mit anderen, es ist ein Weg zur Unsterblichkeit.
  • Gehe behutsam mit der Erde um.
  • Einmal im Jahr solltest du dorthin gehen, wo du niemals zuvor warst.
  • Vergiss nicht, dass die beste Beziehung die ist, wo eure Liebe füreinander, euer Bedürfnis einander zu brauchen, übersteigt.
  • Beurteile deinen Erfolg daran, was du aufgeben musstest, um ihn zu bekommen.
  • Versuche dich der Liebe mit entspannter Hingabe zu nähern.

(Anweisungen fürs Leben von seiner Heiligkeit dem 14. Dalai Lama)

Von David Hume

Aus David Hume, Eine Untersuchung über die Prinzipien der Moral, 1777.

«Doch die Historiker und sogar der gesunde Menschenverstand können uns belehren, dass diese Ideen von einer vollkommenen Gleichheit, so bestechend sie auch zu sein scheinen, im Grunde tatsächlich undurchführbar sind; und dass sie, selbst wenn sie es nicht wären, doch äusserst schädlich für die menschliche Gesellschaft sein würden. Wie gleichmässig Eigentum auch verteilt sein mag, der unterschiedliche Grad an Geschicklichkeit, Sorge und Fleiss wird diese Gleichheit sofort durchbrechen. Hindert man aber die Entwicklung dieser Tugenden, drückt man die Gesellschaft auf das Niveau äusserster Armut herab; und anstatt Not und Bettelei bei einigen wenigen zu verhindern, macht man sie für die ganze Gesellschaft unabwendbar. Auch wäre die genaueste Überwachung notwendig, um jede Ungleichheit bei ihrem ersten Auftreten zu bemerken; und die strengste Gerichtsbarkeit, um sie zu bestrafen und zu beseitigen. Aber abgesehen davon, dass so grosse Machtkonzentration bald in Tyrannei ausarten und mit grosser Parteilichkeit ausgeübt werden müsste; wer könnte sie in einer solchen Situation, wie sie hier angenommen wird, überhaupt innehaben? Vollkommene Gleichheit an Besitz führt, indem sie jede Unterordnung zerstört, zu weitestgehender Schwächung der Regierungsautorität und muss alle Macht, ebenso wie das Eigentum, nahezu restlos nivellieren.» (S. 114)

«Zu derselben Gruppe von Tugenden wie der Mut gehört auch jene unterschütterliche philosophische Ruhe, die erhaben ist über Schmerz, Leid, Angst und alle widrigen Schicksalsschläge. Im Bewusstsein seiner Tugend, sagen die Philosophen, erhebt sich der Weise über alles, was ihm im Leben widerfährt; und blickt, im Tempel der Weisheit sicher geborgen, auf niedrige Sterbliche herab, die damit beschäftigt sind, nach Ehre, Reichtum, Ansehen und jedem nichtigen Vergnügen zu jagen. Diese Anforderungen, wenn sie auf die Spitze getrieben werden, sind ohne Zweifel bei weitem zu hoch für die menschliche Natur. Sie haben jedoch etwas Grossartiges an sich, das den Betrachter ergreift und ihn mit Bewunderung erfüllt. Und je mehr wir uns in der Praxis dieser erhabenen Ruhe und Gleichgültigkeit nähern können (denn wir müssen sie von einer dumpfeln Gefühlslosigkeit unterscheiden), desto ungetrübtere Freude werden wir in uns selbst finden, und desto mehr charakterliche Grösse werden wir gegenüber der Welt an den Tag legen. Die philosophische Ruhe darf tatsächlich nur als eine Art von Seelengrösse betrachtet werden.» (S. 182 und 183)

Hume bringt die wesentlichsten Gedanken enorm präzise und umfassend auf den Punkt. Man bemerkt, woher Smith seine Argumente bezog.